Aktionstag zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. Orange Days 2020

Nicht wegschauen, sondern hinsehen! Hilfetelefonnummer auf Bierdeckeln

Unter dem Motto „Orange the World – Stand up for Women“ startet mit dem 25. November, dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen die weltweite Kampagne Orange Days, an der sich auch Kieler Restaurants und Cafés beteiligen und Bierdeckel im Außer-Haus-Verkauf verteilen. Ziel des Orange Day ist es, ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen und für das Thema zu sensibilisieren. Darüber hinaus soll betroffenen Frauen und Mädchen Mut gemacht werden, sich zu wehren, sich Hilfe zu holen. Aber auch Menschen im Umfeld von betroffenen Menschen sind aufgefordert, hinzusehen und ihnen Unterstützung anzubieten.

Kiel Orange the World – Stand up for Women: Unter diesem Motto starten am 25. November, dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, die Orange Days. Orange ist die Farbe, die die Vereinten Nationen als Symbol für eine gewaltfreie Welt für Frauen wählten.

In Zeiten von Corona ist häusliche Gewalt aufgrund von Kontaktbeschränkungen möglicherweise verstärkt zu befürchten. Auch wenn Restaurantbesuche nicht möglich sind, lässt sich der Kieler SI-Club Kiel Baltica von Corona nicht abschrecken und verteilt Bierdeckel für den Außer-Haus-Verkauf unter dem Motto: „Nein zu Gewalt gegen Frauen.“ So kommt diskret die Telefonnummer des deutschlandweiten Hilfe-Telefons unter die Leute.

Mit von der Partie sind Kieler Restaurants und Cafés wie z.B. das beliebte „Resonanz“, die sich beim „To-Go-Verkauf“ aktiv beteiligen und die Bierdeckel in die Tüte stecken.

Die weltweite Kampagne „Orange Days“ wurde 1991 vom Women’s Global Leadership Institute ins Leben gerufen und macht 16 Tage lang auf die Benachteiligung von Frauen und geschlechtsspezifische Formen von Gewalt aufmerksam. Die nachhaltige Verwirklichung der Grundrechte von Frauen steht dabei im Fokus. Die Dauer von 16 Tagen ist dabei kein Zufall: Die Orange Days enden am 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte. Viele Städte und Organisationen weltweit und in ganz Deutschland beteiligen sich an den Aktionen.

Corona als „Brandbeschleuniger“

Studien ergeben, dass etwa jede dritte Frau während ihres Lebens Opfer von körperlicher und/oder sexueller Gewalt wird. Die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen haben weltweit zu einem weiteren Anstieg geführt. Berufliche und daraus resultierende soziale Probleme innerhalb der Familien oder die phasenweisen Ausgangsbeschränkungen sind nur zwei der Gründe. „Wir haben große Sorgen, dass Millionen von Frauen und Mädchen unbemerkt erhebliches physisches und psychisches Leid erfahren“, warnt Dr. Renate Tewaag, Präsidentin von SID. Als gesamte Gesellschaft müsse man die Orange Days deshalb nutzen, um auf die geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen, auch in den digitalen Medien, wo ein sprunghafter Anstieg zu verzeichnen ist, aufmerksam zu machen. „Die Pandemie wirkt in dieser Hinsicht wie ein Brandbeschleuniger“, so Tewaag.

Soroptimist International Deutschland (SID) setzt sich landesweit ein mit vielfältigen Aktionen für die nachhaltige Verwirklichung der Grundrechte von Frauen ein.

Soroptimist Deutschland Preis 2021 an MaLisa Stiftungonline und online-Plattform #SheDoesFuture

MaLisa Stiftung von Elisabeth und Maria Furtwängler und Organisation
#SheDoesFuture gewinnen Soroptimist Deutschland Preis 2021
Soroptimist International Deutschland (SID) ehrt Engagement im Einsatz für die
Gleichberechtigung der Geschlechter – Preisträger setzen sich für Beendigung
von Gewalt gegen Frauen und Mädchen sowie die Entwicklung selbstbewusster
Persönlichkeiten ein – Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro ermöglicht weitere Aktivitäten
– Elke Büdenbender, die Frau von Bundespräsident Steinmeier, übernimmt
Schirmherrschaft für die Preisverleihung

Maria u. Elisabeth Furtwängler©Markus Nass

Die Mehrheit der Jurymitglieder begeisterte sich für die MaLisa Stiftung, gegründet von Maria und Elisabeth Furtwängler, die sich für eine freie, gleichberechtige Gesellschaft einsetzt, in der alle Geschlechter ihre Potenziale frei entfalten können – eine Mission, die mit den Zielen von Soroptimist International voll übereinstimmt. Insbesondere die Studie zur „audiovisuellen Diversität“ und die für 2021 vorgesehene Studie zur „Darstellung von Gewalt gegen Frauen im deutschen Film und Fernsehen“ konnten überzeugen!

 

Sonja O`Reilly und Linn Kaßner-Dingersen©WEB-SHEDOESFUTURE

Mit der online–Plattform #SheDoesFuture bieten zwei Gründerinnen, Sonja O`Reilly und Linn Kaßner–Dingersen, Mädchen ein Netzwerk an mit dem Ziel, ihre Persönlichkeiten und Fähigkeiten auszubilden, zu stärken und sie so auf ihre Zukunft vorzubereiten. Die primär virtuelle Ansprache der jungen Mädchen passt perfekt zu unserem aktuelle SID-Motto #befuturized.

Zum zweiten Mal seit Bestehen empfahlen die Jurymitglieder die Aufteilung von Preis und Preisgeld, beide Organisationen sind würdige und glückliche Preisträgerinnen!

Die Resonanz auf die diesjährige Ausschreibung des Soroptimist Deutschland Preises 2021 war zur Freude des Vorstandes bemerkenswert hoch! Der besondere Anlass der Preisübergabe in Verbindung zu unserer „Vernissage“ zum 100-jährigen Jubiläum von Soroptimist International war wohl eine extra Portion Motivation. Es wurden uns bemerkenswerte und förderungswürdige Projekte vorgestellt,
die Kennenzulernen eine Bereicherung war; acht Jurymitglieder hatten keine leichte Aufgabe, ihre Entscheidung zu treffen. Allen Einsendern*innen von Vorschlägen und Bewerbungen sei auch auf diesem Weg nochmals herzlich gedankt!

Den Siegerinnen gilt unsere besondere Hochachtung und Gratulation!

Frau Elke Büdenbender hat die Schirmherrschaft für die Preisverleihung übernommen, die am 06.03.2021 in Berlin stattfinden wird.

Hier gelangen Sie zu den bisherigen Preisträger*innen.

Sprotten-Benefiz-Vierer zugunsten U.Sch.I

Jährlich veranstalten wir ein Benefiz-Golf-Turnier. Wegen der Corona-Pandemie wurde es im Frühjahr abgesagt. Dank Ladies Captain Beate Schlumbohm der Damen (Sprotten genannt) des Golf-Club Kitzeberg konnte im Oktober das 11. Benefizgolf-Turnier dann als Sprotten-Vierer der Kitzeberger-Golferinnen durchgeführtes werden.

Der Erlös aus dem Benefiz-Turnier kommt wieder der Schulinitiative „U.Sch.I“ zugute, die alleinerziehenden Hartz-IV-Müttern ermöglicht, ihren Hauptschulabschluss nachzuholen, während ihre Kinder betreut werden.

‚Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung‘ ist eine Redewendung. Trotzdem wurde es sehr nass, denn der Sprotten-Vierer hat bei strömendem Regen stattgefunden. „Insgesamt 50 Teilnehmerinnen waren hart im Nehmen und gingen trotz Wind und Wetter bei strömendem Regen auf die Golfrunde. Erlöst wurden sie aber frühzeitig, denn wegen der widrigen Wetterbedingungen wurde das Turnier nach 9 Löchern abgebrochen“, teilten die Organisatorinnen Sabine Romann und Susan Timmann mit.

Nach einer wärmenden Steckrübensuppe begrüßte die Schirmherrin des U.Sch.I-Projekts Angelika Volquartz und SI-Club Kiel Baltica-Präsidentin Suanne Lemke die Teilnehmerinnen und bedankte sich für deren außergewöhnlichen Einsatz und dankte allen Spendern, die dafür sorgten, dass alle Golferinnen einen Preis gesponsert bekamen.

Der Brutto-Preis wurde von Kyle Sports in Person von Hendric Weiser überreicht. Ein kleines aber feines Personal Fitness Studio in Holtenau. Den Personal-Training-Gutschein durften Bianca Thode und Rosemarie Utecht für den Gewinn des ersten Brutto und Susanne Bohlen und Kirsten Bruhn für das 2 Brutto in Empfang nehmen.

Die Netto-Plätze wurden aufgrund des Turnierabbruchs getrennt vergeben. So standen für die Bahnen 1 – 9 ganz oben auf dem Treppchen Sabine Hohm und Maja Dahmke (wegen Doppelpreisausschluss). Platz 2 gewannen Susan Timmann mit ihrer Partnerin Catriona Clemmesen-Bockelmann, Platz 3 ging an Barbara Lukoscheck und Gabriele Adam-Jarausch.

Bei den auf den Bahnen 10 – 18 gestarteten Damen siegte Henriette Ahlers mit Astrid Steude (wegen Doppelpreisausschluss). Platz 2 ging an Gabriele Wilby mit Katrin Klose. Netto punktgleich landeten im Stechen Brita Zacharias und Renate Scharafat auf Platz 3

Am Ende konnten die Organisatorinnen Sabine Romann und Susan Timmann gemeinsam mit Schirmherrin Angelika Volquartz stolz einen Scheck über 5.500€ avisieren. Die stolze Summe Kommt aus den Startgeldern, Spenden von Golferinnen und Institutionen zusammen. „Herzlichen Dank noch mal an alle Teilnehmerinnen und Unterstützer, insbesondere dem Golfclub und der Wildgarten-Gastronomie, denn das Startgeld konnte voll gespendet werden und das Essen sowie Kaffee und Kuchen wurden gesponsert. Besonders danken wir der Ladies-Captain der Kitzeberger Sprotten, Beate Schlumbohm, dass sie dieses Turnier im Rahmen des Sprotten-Donnerstages möglich gemacht hat“, sagte Susan Timmann, eine der Organisatorinnen.

 

Happy #DDT20!

#Vielfaltverbindet 

Heute ist Diversity Day – Tag der Diversität – zum achten Mal bereits in Deutschland. Viele Unternehmen und öffentliche Einrichtungen wollen – corona-bedingt nur virtuell – zeigen, dass sie Vielfalt leben und wertschätzen.

Mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt erklären Arbeitgeber, dass sie Chancengleichheit für ihre Beschäftigten herstellen bzw. fördern werden. Bis heute gibt es rund 3.500 Unterzeichner neben bekannten Großkonzernen auch kleine und mittlere Unternehmen, akademische und soziale Einrichtungen sowie Behörden. Sie setzen sich damit für ein wertschätzendes und vorurteilsfreies Arbeitsumfeld ein.

Die Charta der Vielfalt ist eine 2006 veröffentlichte Selbstverpflichtung und ein Verein unter Schirmherrschaft der Bundeskanzlerin, der sich für ein vorurteilsfreies Arbeitsumfeld einsetzt Die Premiere des 1. Deutschen Diversity-Tag war am 11. Juni 2013.  Er wird von der „Charta der Vielfalt“ koordiniert.

Vielfalt braucht das Land. Gerade jetzt: Gemischte Teams stehen für Kreativität, Innovation und Stabilität. Und für Wertschätzung und Zusammenhalt. Das stärkt unsere Gesellschaft und hilft unserer Wirtschaft. Inzwischen werden jährlich über 1000 Aktionen an diesem Tag in Deutschland durchgeführt. Danke an alle, die heute mit einer Aktion diesen Gedanken mit Leben füllen und Flagge für Vielfalt zeigen.

„Corona-Krise erschwert die Vereinbarkeit von Beruf und Familie“

Soroptimistinnen setzen sich als Stimme für Frauen ein. Als Organisation berufstätiger Frauen sind wir mit den Arbeits- und Lebensbedingungen von Frauen auf allen Ebenen der Gesellschaft vertraut.

Menschen im Arbeitsprozess sind vertraglich an eine Aufgabenerfüllung gebunden, sei es durch Dienstleistung oder Produktion von Gütern. Menschen gehen diese Verpflichtungen ein, um eine finanzielle Basis für den eigenen Lebensunterhalt zu erarbeiten. Ein Beschäftigungsverhältnis ermöglicht Frauen die gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft.

Sorgearbeit (Erziehungsarbeit oder Pflegearbeit im häuslichen Bereich) unterliegt dem Subsidiaritätsprinzip. Das bedeutet, dass die Fürsorge für Kinder und Pflegebedürftige in der Verantwortung von den Familien liegt. Diese Aufgabe wird auch heute noch überwiegend von Frauen erledigt.

Mit Beginn der Corona-Krise ist für viele die Infrastruktur weggebrochen. Ein generelles Betreuungsverbot außerhalb der Familie hat die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Frage gestellt, betroffen sind überwiegend Frauen.

Im Hinblick auf die Zukunft unserer Gesellschaft brauchen wir tragbare Konzepte statt Verbote, die Perspektiven für die Zukunft aufzeigen. Wenn aufgrund der Infektionsgefahr gesellschaftliche Kontakte neu definiert werden, dann müssen wir über Gruppengrößen und Unterstützungsgemeinschaften sprechen und nicht über häusliche Isolation.

Wir brauchen Anerkennung und soziale Absicherung von Sorge- und Erziehungsarbeit, finanziell und rentenrelevant. Wir brauchen Rechtssicherheit in den Arbeitsverhältnissen durch Regelungen für Heimarbeit.

Hier geht es zum DIW-Wochenbericht 19/2020, der sich ausführlich mit der Thematik auseinandersetzt.