30 Jahre Soroptimistin

Ein offener Brief an Ingunde Köhler-Schöneich:

Ingunde Köhler-Schöneich1982 wurdest du, liebe Ingunde, mit dem SI-Virus infiziert und in Folge dessen am 2.6.1984 Gründungsmitglied des SI-Clubs Hameln/Pyrmont. Dort brachtest du dich in vielen Ämtern ein, u.a.1995-1997 als Präsidentin.

Die berufliche Veränderung Deines Mannes bedingte 1997, dass dir der SI-Club Kiel neue SI- Heimat wurde, in dem du u.a. Vizepräsidentin warst.

Die Idee des „Soroptimismus“ zu verbreiten, hat dich, überzeugte „Soror Optima“, immer angetrieben, dich in Clubgründungen zu engagieren: So warst du gemeinsam mit Ellen Weber Clubpatin des 17.6.1999 gechartert SI-Clubs Hildesheim, Initiatorin und Patin des am 9.6.2001 gecharterten Clubs Flensburg und gemeinsam mit drei Clubschwestern des Clubs Kiel Initiatorin unseres SI Clubs Kiel Baltica, dessen Charter 16 weitere Sorores als Gründungsmitglieder mit dir am 10.5. 2003  gefeiert haben.

Getreu deinem Wahlspruch: „Ich bin verantwortlich für das, was ich tue, aber auch für das, was ich nicht tue“, bringst du dich in deiner engagierten Art ins Clubleben ein, teilst deine reiche SI-Erfahrung, dein geballtes SI-Wissen mit uns. Zahlreiche Vorträge nicht nur in unserem Club künden von deinem großen Wissens- und Interessensschatz. Der passionierten Privatmusiklehrerin in dir verdanken wir zudem außer wunderbar stimmungsvollen Weihnachtsfeiern das -zumindest aus unserer Sicht- erfolgreiche Erarbeiten der SI-Hymne.

Mit herzlichem Dank für Dein nunmehr drei Jahrzehnte währendes Engagement für Soroptimist International gratulieren wir im Namen aller Sorores von Kiel Baltica!

Deine Präsidentin Dorothee Thomanek und Dein Patenkind Sabine Kinzer

Die Mütter des Grundgesetzes

Mit der Unterzeichnung des Grundgesetzes jährt sich heute die Geburtsstunde der Bundesrepublik Deutschland zum 65. Mal. Vier Frauen, allen voran Elisabeth Selbert (SPD),  haben damals einen wichtigen Beitrag für die Geleichberechtigung geleistet.

„Männer und Frauen sind gleichberechtigt“, das ist der Satz, um den Elisabeth Selbert mit den 65 Mitgliedern des Parlamentarischen Rats hart gerungen hat. Ihr besonderes Anliegen war die Schaffung eines unabhängigen Rechtswesens, vor allem eines unabhängigen Richteramts. Aber besonders am Herzen lag ihr die Gleichberechtigung von Männern und Frauen, die sie mit dem Gleichheitsgrundsatz formulierte und nach zähen Kämpfen durchsetzte. Die Mehrheit der Verfassungsväter wollte die Formulierung der Weimarer Verfassung übernehmen: „Männer und Frauen haben dieselben staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten“.  Mehrfach wurde die Selbertsche Formulierung „Frauen und Männer sind gleichberechtigt“ bei Abstimmungen abgelehnt, erst auf öffentlichen Druck hin wurde der Gleichheitsgrundsatz im Grundgesetzt verankert.

Die Umsetzung brauchte aber lange Zeit. 1950 wurde dazu ein Frauenreferat im Bundesministerium des Inneren eingerichtet. Erst 1957 fiel das familienrechtlich verbriefte Letztentscheidungsrecht des Ehemannes in ehelichen und familiären Angelegenheiten. Bis zum Jahr 1977 hat es gedauert, bis eine Frau ohne die Einwilligung ihres Mannes einem Beruf nachgehen durfte. Eine wichtige Ergänzung zu Artikel 3 Absatz 2 des Grundgesetzes kam im Zuge der  Wiedervereinigung zustande. Die Verfassungskommission beschloss 1992 den Zusatz „Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin“. Der Staat und seine Organe sind damit in der Pflicht, aktiv an der Verwirklichung der Gleichberechtigung zu arbeiten.  Trotzdem gibt es leider noch viel zu tun. Man denke nur an das Thema Frauenquote.

SI verurteilt Entführung der Mädchen in Nigeria

Die Entführung der Mädchen in Nigeria und die Sorge um deren Schicksal bewegt auch die Frauen von Soroptimist International Deutschland zutiefst. „Die Entführung zeigt, dass die Ziele von Soroptimist International aktueller sind denn je“, sagt die Präsidentin von SI Deutschland, Magdalena Erkens: „Die Entführung ist ein durch keine Ideologie, durch kein vorgebrachtes Argument zu rechtfertigendes Verbrechen; die Gefährdung der Mädchen an Leib und Leben, die Einschränkung ihrer Freiheit, der seelische Druck, der auf ihnen lastet, sind schreiendes Unrecht, gegen das SI als weltweite Stimme für Frauen seine Stimme erheben muss, um für die Unversehrtheit und Freilassung der Entführten einzutreten und sich gleichzeitig einzusetzen für die freie Entfaltung ihrer kulturellen Interessen und intellektuellen Fähigkeiten“.

Daher verurteilt Erkens diese gegen wehrlose und unschuldige Mädchen ausgeübte Gewalt im Namen aller deutschen Clubs der weltweiten Frauenorganisation aufs Schärfste. Die Entführung der Schülerinnen sei auch ein Angriff auf das Recht, ungeachtet des Geschlechts, der Herkunft und der religiösen Ausrichtung, nach eigenen Vorstellungen zu leben und freien Zugang zu Bildung und Ausbildung zu erhalten.
Erkens weist auf den Brief von Europapräsidentin Ulla Madsen hin, der auf der Homepage nachzulesen ist und Links zu Stellungnahmen und einer Petition der nigerianischen Clubs enthält (www.soroptimisteurope.org). Gemeinsam mit anderen Frauenorganisationen fordern die nigerianischen Clubs die Regierung entschieden auf, alles zu tun, um die Mädchen aus den Händen der Entführer zu befreien.
„Wir empfinden mit den Familien der entführten Mädchen und unterstützen nachdrücklich die Forderungen der nigerianischen Clubs von Soroptimist International“, so Magdalena Erkens.

Neue Clubschwester Janine Preuße

Am 1.4.2014 hat unser Club Zuwachs bekommen. Wir heißen die Studiendirektorin und Chor-Leiterin Janine Preuße herzlich willkommen. Sie wechselte aus dem SI-Club Flensburg berufsbedingt und wegen ihres Umzuges nach Kiel in unseren Club. Seit Januar konnten wir Janine kennen lernen und freuen uns, dass sie nun „richtig“ zu uns gehört.

Benefiz-Dinner im Antikhof

Rollupbanner mit Kamin

 

 

 

 

 

 

 

Bei unseren Clubschwestern aus dem Club Kiel gehört es schon zur Tradition das jährliche Benefiz-Dinner. Die Grundidee ist klar: lecker essen in bester Fein-Heimisch-Tradition, nette Gespräche führen, nette Menschen kennen lernen und das alles für einen guten Zweck. Der Erlös dieses Benefizdinners ging an das Projekt „Freitagskochen“ der Frauenberatungsstelle der Kieler Stadtmission. Aber diesmal haben sie sich alle übertroffen.

Desert2Am 4.4.2014 waren wir im Antikhof in Bissee. Der steht für ländliche Lebensart in Schleswig-Holstein. Es gab ein köstliches Menü rund um das Thema Frühling. Wir aßen als erste Vorspeise Frühlings-Salat mit Rauke und Apfel-Senf-Dressing, Holsteiner Wachs-Ei und hausgebeizte Sarlhusener Lachsforelle, dann Feines Ragout vom Kokländer Butterhähnchen mit Frühlingslauch, als Hauptgericht gebratene Kokländer Hähnchenbrust mit Leipziger Allerlei und als Höhepunkt Tiramisu nach Bisseer Art mit frischen Früchten.

Neben dem kulinarischen Genuss wurden wir von Matthias Jaschik und Thomas Bosch vom Kieler Werftparktheater mit einer kleinen Performance unterhalten.

WP_20140404_002Abgerundet hat den Abend die kleine Tombola, bei der wir alle gewinnen konnten. Es hat wieder mal ganz viel Spaß gemacht. Herzlichen Dank an die Organisatorin Irmgard Vedder und an die Präsidentin Petra Ahlers.