Sophie ./. Clara

Am 29.4.2017 ging der Vorhang zum 11. Mal auf mit dem Stück:

SOPHIE / CLARA

Buch: Christoph Busche Regie: Intendantin Astrid Großgasteiger Uraufführung: 25.03.2017 SOPHIE /

Mit „Sophie/Clara“ stellt Christoph Busche zwei nahezu gleichaltrige Frauen im Dritten Reich einander gegenüber, deren politische Überzeugungen eine konträre Entwicklung nehmen. Ein Stück, das bei der Aufführung für die beiden SI-Clubs in Kiel im Werftparktheater viel Applaus erhielt.

Basierend auf dokumentarischem Material betrachtet das Stück das Leben von Sophie Scholl und Clara Sabrowski, die in der Inszenierung von Astrid Großgasteiger von Pia Leokadia gespielt werden. Mit Liebe zum naturalistischen Detail zeigt die Regisseurin Stationen aus Sophies Weg in den Widerstand, während Clara als strebsame, sympathische junge Frau dargestellt wird, die der Nazi- Propaganda nur zu gern auf den Leim geht. Für eine gute Portion Zeitkolorit sorgen neben berühmten Gassenhauern jener Jahre die Kostüme von Lisa Überbacher, die mit mobilen Treppenelementen auch für das vielseitig nutzbare Bühnenbild verantwortlich ist.

CLARA Sophie kämpft gegen Hitler. Clara glaubt an den Endsieg. Ein Abend – zwei Stücke über zwei junge Frauen, deren Lebenswege nicht unterschiedlicher hätten gewesen sein können in einer Zeit, die freies Denken verbot, sowie die Frage, wie sich ein ganzes Volk hat blenden lassen können-und woher Einzelne Mut und Kraft zum Widerstand fanden.

Im Anschluss baten wir die Gäste und das Team des Theaters zu Fingerfood, ProSecco u.a.. Resüme: Die gestrige 11. Theater- im Werftpark- Veranstaltung war rundum gelungen. Neben allem und vor allem: Das großzügige Büffet!

Da die Abrechnung noch aussteht, ist die Summe die gesprendet wird noch nicht bekannt. Je 50 % der Gesamtspenden gehen an die Gerhard-Hauptmann-Schule und die Muhlius-Schule.
 

Fürchten erfolgreiche Frauen Nachteile bei der Partnersuche?

Studien zeigen: Frauen fürchten Nachteile bei der Partnersuche, wenn sie Job-Ehrgeiz zeigen.

„… Eine aktuelle Studie von drei US-Ökonomen und -ökonominnen zeigt, dass die traditionelle Rolle der Frau weiterhin einem durchschlagenden Erfolg politischer Maßnahmen zur Gleichstellung entgegenwirkt. Selbst hochqualifizierte Frauen scheuen sich aus Rücksicht auf die Erwartungshaltung potenzieller Lebenspartner, Karrierechancen zu ergreifen. Sie scheinen immer noch zu fürchten, dass sie auf Männer weniger attraktiv wirken, wenn sie zu zielstrebig erscheinen. Beruflicher Ehrgeiz scheint nur Männer als Ernährer attraktiv zu machen, während er Frauen als angehende Rabenmütter abzustempeln scheint.

Leonardo Bursztyn, Amanda Palliais und Thomas Fujiwara untersuchten in der Studie „Acting Wife: Marriage Market Incentives and Labor Market“ wie Frauen, die für Führungspositionen in Unternehmen infrage kommen, die Auswirkungen ihrer beruflichen Ambitionen auf dem Heiratsmarkt einschätzen. Das Ergebnis deckt sich mit einem Experiment, das die Psychologin Marina Horner schon 1965 nachwies. Studentinnen sollten eine Geschichte weitererzählen, die damit begann, dass eine Medizinstudentin Anna in einer wichtigen Klausur besser abschneidet als alle anderen Kursteilnehmern, einschließlich ihres festen Freundes. Die Antworten ließen eine verbreitete Sorge erkennen, dass der eigene berufliche Erfolg die Partnerschaft belasten würde.  So porophezeiten die Studentinnen unter anderem eine Trennung des Paares. In weiterer Zukunft sagten sie für Anna zwar beruflichen Erfolg voraus, allerdings von Rückschlägen im Privatleben begleitet.

Als das Experiment 1988 von den Soziologen Cheryl Benard und Edit Schlaffer in Österreich wiederholt wurde, kam es zu ähnlichen Ergebnissen. Die Experimente hatten besonders in den USA eine heftige Diskussion über die Angst der Frauen vor beruflichem Erfolg entfacht.

Anders sieht das eine amerikanisch/schweizer Studie. Anders als früher sei Intelligenz und Erfolg heute etwas, was Frauen nicht mehr verstecken müssten, sondern etwas, was von ihrem Partner durchaus geschätzt werde. Partnerpräferenzen von Frauen und Männern reagierten mit unvermuteter Schnelligkeit auf Fortschritte in der Gleichstellung, ermittelten die amerikanische Psychologie-Professorin Alice Eagly und ihr Züricher Kollege Marcel Zentner, indem sie Studien zu gesellschaftlichen Einflüssen auf die Partnerwahl auswerteten. In der heutigen Umwelt, in der oft beide Eltern für ein befriedigendes Auskommen arbeiten müssen, suchen Männer gebildete Frauen mit guten Gehaltsaussichten, zeigt sich Eagly überzeugt.“ (Quelle: Handelsblatt vom 20.3.17)

Angesichts der schulischen Erfolge von Mädchen im Vergleich zu Jungen und des Wandel im gesellschaftlichen Frauenbild ist zu hoffen, dass Führungspositionen nicht länger vorwiegend in männlicher Hand bleiben.

Soroptimist Preis 2017 für Pro Technicale

v. l.: Renate Matthei, Jo Dreiseitel (Staatssekretär), Dr. Tanja Zeeb, Dr. Jörg Meerlein, Barbara Kohl (Bildrechte: proTechnicale)

Hamburger Projekt proTechnicale erhält den Soroptimist Deutschland Preis 2017 Der Soroptimist Deutschland Preis zeichnet alle 2 Jahre Verdienste um die Verbesserung der Stellung der Frau in der Gesellschaft aus. Gewinner des diesjährigen, mit 20.000 € dotierten Soroptimist Deutschland Preises ist proTechnicale, das Hamburger Orientierungs- und Qualifizierungsjahr für technisch-naturwissenschaftlich interessierte Abiturientinnen. Das Projekt wird von der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation gefördert. Die Teilnehmerinnen des technischen Orientierungs- und Studienvorbereitungsjahres profitieren von Voll- und Teilstipendien, die das kostenpflichtige Programm auch für weniger einkommensstarke Familien zugänglich macht. Für auswärtige Teilnehmerinnen besteht außerdem die Möglichkeit, SchülerBafög zu beantragen. Senator Frank Horch gratuliert proTechnicale zur Auszeichnung und ist vom Konzept überzeugt: „Hier werden junge Frauen für ein Studium im Bereich „Luft- und Raumfahrt“ oder „Erneuerbare Energien“ vorbereitet. Die sogenannten Mint Fächer stehen im Vordergrund. Für einen Luftfahrt- und Innovationsstandort wie Hamburg ist es ganz wichtig, dass kein Talent verloren geht. Gerade bei jungen Frauen gibt es noch viel Potenzial in Richtung Technik, das wir dringend benötigen. Das Projekt ist ein Baustein mehr, die zukünftigen technologischen und personalpolitischen Herausforderungen zu meistern und einem Mangel an Fachkräften zuvor zu kommen. Wir sind stolz, dass dieses einzigartige Projekt in Hamburg stattfindet.“

Equal Pay Day 2017

Warum verdient eine Ärztin mit gleicher Qualifikation 30 Prozent weniger als ihr männlicher Kollege? Im IT-Bereich erhalten Frauen 11 Prozent weniger Lohn als Männer auf einer ähnlichen Position. Der über alle Branchen hinweg geltende geschlechtsspezifische Entgeltunterschied (Gender Pay Gap) beträgt aktuell in Deutschland 21 Prozent. „Das ist nicht gerecht“, sagt Helga Rausch, Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Kiel.

Um auf diese Ungerechtigkeit hinzuweisen, veranstaltet das Referat für Gleichstellung der Landeshauptstadt Kiel gemeinsam mit weiteren Kooperationspartnerinnen eine Aktion an der Schevenbrücke / Ecke Holstenstraße. Zum Equal Pay Day, am Sonnabend, 18. März, informieren die Veranstaltenden von 11 bis 13 Uhr über die unterschiedliche Bezahlung von Frauen und Männern und diskutieren die möglichen Ursachen dafür. Auch die Sozial- und Gleichstellungsministerin des Landes Schleswig-Holstein Kristin Alheit unterstützt die Aktion vor Ort.

„Der Equal Pay Day markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied, der laut Statistischem Bundesamt aktuell 21 Prozent in Deutschland beträgt. Umgerechnet ergeben sich daraus 77 Tage und das Datum des EPD am 18. März 2017.“ „Um das Einkommen zu erzielen, das Männer bereits am 31. Dezember des Vorjahres hatten, müssen Frauen bis zum sogenannten Equal Pay Day des Folgejahres arbeiten.“

Noch mehr Informationen zum Equal Pay Day finden Sie auf www.equalpayday.de.

8.3.2017 Weltfrauentag

Wir wünschen Euch heute – zum Weltfrauentag 2017 einen besonders erfolgreichen tag mit unvergesslichen und inspirierenden Momenten!
Über den Ursprung des Internationalen Frauentages am 8. März gibt es verschiedene Theorien und Deutungen.
Einigen Quellen zufolge geht das genaue Datum auf den 8. März 1857 zurück, an dem Textilarbeiterinnen in New York in Streik traten. Andere Quellen nennen den 8. März 1908 als jenen Tag, an dem die Arbeiterinnen der Textilfabrik „Cotton“ in New York in Streik traten, um bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen zu fordern. Die Fabrikbesitzer und Aufseher schlossen die Frauen in die Fabrik ein, um den Kontakt und die Solidarisierung mit anderen Belegschaften zu verhindern. Als plötzlich ein Feuer ausbrach, starben 129 Arbeiterinnen in den Flammen.

Weitere Quellen erwähnen, dass mit dem Datum 8. März auch an den großen Textilarbeiterinnen-Streik in St. Petersburg erinnert werden sollte, der auf andere Sektoren übergriff und eine große Arbeiterinnendemonstration auslöste. Diese Kämpfe fanden anlässlich des Frauentages am 8. März 1917 statt – nach dem alten russischen Kalender am 23. Februar – und lösten den Beginn der „Februarrevolution“ aus.  Um an die Rolle der Frau in der Revolution zu erinnern, wurde 1921 in Moskau der 8. März als internationaler Gedenktag vorgeschlagen.

Bereits 1910 forderte die deutsche Sozialistin Klara Zetkin die Einführung eines Frauentages. Am 19. März 1911 wurde der erste Frauentag in Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und der Schweiz gefeiert. In Wien demonstrierten 20.000 Menschen für die Frauenrechte am Ring. Das bestimmende Thema war – auch in den Folgejahren – die Forderung nach dem freien, geheimen und gleichen Wahlrecht für Frauen. Sie wurde in Österreich am 12. November 1918 erfüllt.
Dieses Datum sollte von nun an internationale Bedeutung für die Interessen und den Kampf aller ausgebeuteten und unterdrückten Frauen bekommen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wurzeln des Internationalen Frauentags in der Tradition proletarischer Frauenkämpfe liegen.

An Frauentagen wurden daraufhin zahlreiche andere politische Ziele zum Thema gemacht, wie Arbeitszeitverkürzungen ohne Lohnabschläge, eine Senkung der Lebensmittelpreise, eine regelmäßige Schulspeisung und der legale Schwangerschaftsabbruch.

Während der NS-Zeit war der Feiertag offiziell verboten. Erst nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges griff ihn die Frauenbewegung wieder auf, allerdings schwand seine Bedeutung zunehmend. Das änderte sich mit der Frauenbewegung in den 1960er- und 1970er-Jahren. In dieser Zeit wurde vor allem die Aufhebung des Verbots zum Schwangerschaftsabbruch gefordert.

Der Internationale Frauentag wird seit einem entsprechenden Beschluss der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) im Dezember 1977 weltweit am 8. März begangen.