Neujahrsbrunch

Leibers Galerie Hotel in Dersau war wieder der Treffpunkt für den traditionellen SI-Kiel Baltica Neujahrsempfang. Am Sonntag, 21.1.18, kamen die Mitglieder des SI-Clubs Kiel Baltica, ihre Partner und Gäste, um gemeinsam beim Brunch das Jahr zu begrüßen. Präsidentin Tanja Ranik begrüßte die Teilnehmer und wies in ihrer Rede auf die zahlreichen Aktivitäten des Clubs zur Unterstüzung des derzeitigen sozialen Projekts „U.Sch.I“ – unsere Schulinitiative hin. So stehen demnächst ein Theaterbesuch im Werftpark-Theater, eine Podiumsdiskussion zum Thema „Me too“, ein Kinoabend „Girl Rising“ und der SI-Kiel Baltica Golf-Cup auf dem Programm. „Wir engagieren uns, um das Leben von Frauen und Mädchen zu verbessern primär in lokalen Projekten“, sagte sie. „Der Roherlös aller Aktivitäten kommt dem Schulprojekt U.Sch.I zugute. Letztes Jahr wurden über 10.000 € von uns ararbeitet und konnten gespendet werden. U.Sch.I ist ein Projekt, das alleinerziehenden Hartz-V-Müttern ermöglicht ihren Hauptschulabschluss nachzuholen, während ihre Kinder professionell betreut werden.

 

Mehr Frauen in Führungspositionen

Lt. einer Untersuchung des Manager Magazins zusammen mit der Unternehmensberatung Bosten Consulting Group waren 2017 deutlich mehr Top-Managerinnen in Vorständen und Aufsichtsräten vertreten, als 2016. Managerin des Jahres 2017 wurde Saori Dubourg. Sie ist Vorständin für Pflanzenschutz und Bauchemie bei der BASF. Die 46-jährige Augsburgerin verantwortet in ihrem Bereich 8 Milliarden Euro Umsatz und führt 70.000 Mitarbeiter. Allein das macht sie schon zu einer der einflussreichsten Freuen in der Wirtschaft. Leider ist sie immer noch eine Ausnahmeerscheinung. Frauen sind hierzulande in Spitzenjobs nach wie vor stark unterrepräsentiert. Im Durchschnitt aller 100 börsennotierten Unternehmen liegt der Anteil von Frauen in Vorständen bei 6 %, in Aufsichtsräten bei 29% – obwohl das Gesetz für Aufsichtsräte eine Quote von 30% festlegt. Doch es gibt Ausnahmen, wie eine Studie von Bosten Consulting belegt, gibt es in den 30 DAX-Unternehmen schon einen durchschnittlichen Frauenanteil von 11 %, in Vorständen und 31 % in Aufsichtsräten. 70 bis 80 % des Gehalts ihrer Kollegen verdienen die Frauen in der Regel. Überwiegend übernehmen Männer die besser vergüteten Aufgaben in Vorständen und Aufsichtsräten. Daher gibt es trotz positiver Signale in diesen Gremien längst keine Geschlechterparität. Der Weg dahin scheint leider noch weit zu sein.

Runder Geburtstag: Ingunde Köhler-Schöneich

Ingunde in ihrem Silberhochzeitskleid mit Pastpräsidentin Angelika Adelmann anlässlich einer Benefiz-Modenschau

Dass Ingunde Köhler-Schöneich am 19.12. ihren 80sten Geburtstag hatte, das sieht man ihr bei weitem nicht an. Grazil, jugendlich, aktiv, geistreich und fröhlich freut sie sich an der Seite ihres Mannes Rainer Schöneich des Lebens und prägt das Clubleben des SI-Clubs Kiel Baltica durch ihre Begeisterung, Toleranz und ihr Durchhaltevermöge. „Mein Geburtstag ist von jeher geprägt von der Weihnachtszeit, (früher musste ich immer den Weihnachtsengel spielen!), so dass auch dieses Mal die eigentliche Feier erst im Sommer sein wird“, sagt die Jubilarin bescheiden.

Sie ist Gründungsmitglied unseres Clubs und hat zur Verbreitung von Soroptimist International in Deutschland maßgeblich beigetragen. Ingunde ist über 30 Jahre lang Soroptimistin und ihr ist es zu verdanken, dass mindestens 4 Clubs in Deutschland gegründet wurden. Dafür wurde sie 2014 mit dem „SI-Kiel-Baltica-Orden“ – einem speziell gefertigten Armband mit SI-Logo – geehrt. Getreu Ingundes Wahlspruch: „Ich bin verantwortlich für das was ich tue, aber auch für das was ich nicht tue“, bringt sie sich in ihrer engagierten Art in allen Fragen des Clublebens ein, stehst mit all ihrer Erfahrung parat und ist für jeden Spaß zu haben. Wir sind stolz, eine solche Clubschwester in unseren Reihen zu haben.

Vera unter der Haube

Unsere Clubschwester Vera Sackmann hat sich getraut. Ja, sie hat ihrem Lars das Ja-Wort gegeben und heißt nun Vera Kofoed-Jensen. Gerade noch rechtzeitig vor Jahresende, am 28.12.17, fand die Trauung in Flensburg auf dem Museumsberg im Pariser Zimmer statt. Anschließend gab es einen Sektempfang in den historischen Räumen des Museumsbergs und am Abend die Hochzeitsfeier im Strandhotel Glücksburg. Wer denkt, die beiden haben Last-Minute geheiratet, um den Splittingtarif für das komplette zurückliegende Jahr zu nutzen, der irrt: Sie glauben an die Liebe und sagten deshalb „ja“. Sie feierten eine deutsch-dänische Hochzeit mit vielen liebevollen Reden, Hochzeitswalzer, Brautstraußwerfen und ganz vielen Küssen. Eine dänische Besonderheit war der Hochzeitkuchen, den sie Kransekage, übersetzt Kranzkuchen nennen. Der Kuchen wird aus gebackenen Marzipanringen gefertigt, die mit Nüssen, Süßigkeiten, Alkohol und Früchten gefüllt sind und so übereinander geschichtet werden, dass die Form eines Füllhorns entsteht. Es schmeckt wie Marzipanhörnchen und macht total süchtig. Gefeiert wurde bis in die frühen Morgenstunden, gut dass es den Nachtsnack gab, der die Reden schwingenden und Lieder singenden sowie tanzenden Gäste stärkte und die müden Lebensgeister wieder mit frischer Energie versah.

Weihnachtsmarkt um die Pauluskirche

Einmal im Jahr dürfen wir Engel zur Erde fliegen.  Der Weg ist weit und bescherlich und die Verlockungen der Menschenkinder sind groß. Unser Ziel ist jedes Jahr ein gemeinnütziger Weihnachtsmarkt in Kiel Düsternbrook. Wir orientieren uns nach dem Kirchturm der Pauluskirche. Nur auf diesem Weihnachtsmarkt sind wir zu sehen, da er der einzige seiner Art ist. Er ist nicht kommerziell. Alle arbeiten ehrenamtlich und der Erlös ist für einen guten Zweck. Das ist außergewöhnlich, denn normalerweise gibt es gewerblich orientierte Weihnachtsmärkte. Dort gibt es Geschenke, die in Fabriken hergestellt werden und Leckerein aus professionellen Lebensmittelherstellungen. Die müssen wir Engel meiden.

Unser Weihnachtsmarkt ist etwas besonderes, denn seit dem 2. Advent 2002 veranstalten Kieler Serviceclubs, gemeinnützigen Institutionen und die Heiligengeistgemeinde diesen gemeinnützigen Markt, auf dem wir zu finden sind. 

Ministerpräsident Daniel Günther mit Engel Dorothee

Wir müssen uns beeilen. Statt Engelsfrühstück gab es nur eine Stulle an der Engelstankstelle, denn diesmal wurde der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein erwartet.

Rechtzeitig treffen wir Engel zum Familiengottesdienst in der Kirche um 11 Uhr ein. Alles war perfekt. Die Stände schön dekoriert, es roch verführerisch und der Wetterverantwortliche schickte sogar Sonnenstrahlen. Nach einem Rundgang mit Mitnisterpräsident Daniel Günther mussten alle Engel an die Arbeit und Schnaps verkaufen. Das mögen die Erdenkinder, wenn sie viel gegessen haben. Und es ist ja schließlich für einen guten Zweck. Aber es gab natürlich nicht nur unseren Engelstrunk. An allen Ständen konnten tolle Sachen gekauft werden und hemmungslos geschlemmt werden. Damit das nicht ausuferte, schickte uns Petrus dann kalte Luft und zum Schluss noch richtig Schnee, so dass die Erdenkinder richtig frieren mussten. Aber das schien ihnen nicht viel auszumachen, denn sie feierten und schlemmten bis in die Abendstunden (für den guten Zweck).

Großer Erfolg der Kieler Servicelubs: Beim 16. Paulusmarkt sind 24.400 Euro zusammen gekommen. Über je 12.200 Euro können sich das Projekt ASB Wünschewagen und der Verein Mach Mittag freuen.

Die ehrenamtliche Organisatorin Sabine Romann stellte stolz fest: „Wir haben heute insgesamt 24.400 € spenden können, aufgeteilt auf die beiden Projekte MachMittag und ASB Wünschewagen. Ich freue mich sehr über dieses tolle Ergebnis und danke allen ganz herzlich.“ Zum Dank erhielt sie von ihren SI-Clubschwestern Doris und Dorit einen wunderschönen Blumenstrauß.

Insgesamt konnten in den letzten sechzehn Jahren fast 300.000 Euro für die gute Sache verwendet werden. Veranstaltet wird der Markt gemeinsam von Amos Neue Arbeit, Deutscher Frauenring, DRK, Inner Wheel, Kieler Hospiz Förderverein, Kiwanis, Ladies Circle, Lions, VCP-Kiel Stamm Ansgar, Rotary, Rotaract, Interact, Round Table, Soroptimist International, ZONTA Club Kiel, Golf Club Kitzeberg, der Heiligengeistgemeinde und anderen. Er ist ausschließlich nicht kommerziell.